Psychologie der Persönlichkeitsentwicklung

  

Wer einem Menschen dazu verhilft, mit seinem innersten Wesen in Kontakt zu kommen, schenkt ihm einen Kompass für das ganze Leben                                    Julius Kuhl

 

 

Prof. Dr. Julius Kuhl:

-einer der weltweit führenden Persönlichkeitspsychologen

-seit 1986 Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung an der Universität Osnabrück (u.a. Motivationsforschung)

-vormals leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Persönlichkeitsforschung in München

-Leiter der Forschungsgruppe Begabungsförderung am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)

-Begründer der Andrea-Kuhl-Stiftung für authentische Selbstentwicklung von Kindern und Jugendlichen

 

 

PSI-Theorie (Persönlichkeits-System-Interaktionen):

Prof. Kuhl verbindet die zentralen Aussagen verschiedener Persönlichkeitstheorien mit den Forschungsergebnissen aus der experimentellen Psychologie und der Hirnforschung, und arbeitet dabei eine Grundarchitektur der Psyche heraus.

Die PSI-Theorie verhilft zu einem besseren Verständnis eigenen und fremden Verhaltens und bietet konkrete Hilfen für Persönlichkeitswachstum.

 

 

Neue Erklärung von menschlichem Verhalten:

Die PSI-Theorie erklärt ein Verhalten nicht wie zumeist herkömmlich durch psychische Inhalte (z.B. "ein Schüler lernt nicht, weil er faul ist, oder weil er seine Lehrerin nicht mag"), sondern durch das Wechselspiel der psychischen Systeme ("er lernt nicht, weil er möglicherweise seine Verhaltenssteuerung nicht aktivieren kann, oder weil er nicht mit seinem Selbst in Berührung ist")

 

Menschliches Verhalten basiert auf 4 zentralen Gehirnsystemen und deren Wechselspiel:                      

Analytischer Verstand  und Ganzheitliches Fühlen, Objekterkennung (Konzentration auf Einzelheiten) und Intuitive Verhaltenssteuerung (Umsetzung von Absichten).

 

 

Merkmale einer reifen Persönlichkeit:

Die situationsgemäße Aktivierung und Interaktion dieser Systeme wird in zwischenmenschlichen Beziehungen (lebenslang) erlernt. Sie ist Voraussetzung für Wachstum und ein Zeichen von zunehmender Reife. Wir erkennen sie an:

 

                  Selbstkongruenz:

authentisch, d.h. in Einklang mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen, jedoch nicht selbstvergessen egoistisch, sondern achtsam und verantwortlich auch für die Bedürfnisse des Umfeldes    

Willenskraft

fähig, das als richtig Befundene umzusetzen - auch gegen innere wie äußere Widerstände

Resilienz:

fähig, mit Frustration und Schmerz konstruktiv umzugehen und daraus zu lernen

 

 

Spezielles Anliegen von Prof. Kuhl:

"Ein Netzwerk um das Kind!" - Unterstützung von Eltern, ErzieherInnen, Lehrkräften

                - Fokussierung auf die kindliche Persönlichkeitsentwicklung als vordringliche         

                  Erziehungsaufgabe   

                - Rückenstärkung gegen einen zunehmenden Leistungsdruck in der Erziehung  

                  und einen Förderwahn "am Kind vorbei"

                - Wertschätzung intuitiver Kompetenzen bei Eltern und Bezugspersonen als wichtigste

                 und unerlässliche (professionelle) Ressource (ganzheitliche Wahrnehmung des Kindes      

                 aus dem eigenen Wesen heraus)